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Toilettenpapier

Formen und Nutzung

Allgemeine Informationen über Toilettenpapier (Quelle Wikipedia):

Das zumeist auf Papphülsen aufgewickelte Toilettenpapier kann aus bis zu fünf Papierlagen bestehen. Zum leichteren Abreißen der benötigten Papiermenge sind Perforationen auf Kleinrollen üblich.

Es gibt unterschiedliche Nutzungsarten: Das Falten, das Knüllen, das Wickeln und das Abreißen einzelner Blätter, wobei die ersten beiden am verbreitetsten sind. Von dieser Nutzung hängt dann auch die bevorzugte Dicke des Toilettenpapiers ab: Z.B. für das Falten wird dickeres, festeres Papier bevorzugt, für das Knüllen eher dünnes, flaches, weiches. In Mitteleuropa ist das Falten verbreiteter als das Knüllen: Marktforschungen ergaben in Deutschland nur 6% Knüller, in England ca. 30%; hingegen in den USA überwiegend Knüller.
 

Herstellung

Holz für die Zellstoffherstellung wird vor allem aus Kiefern, Fichten, Birken und zu geringen Teilen aus Eukalyptus-Bäumen gewonnen. Da Lignin und andere Pflanzenstoffe nicht vollständig durch den Kochprozess bei der Zelluloseherstellung entfernt werden können, bleibt der Zellstoff dunkel gefärbt, für Hygieneprodukte werden die Zellulosefasern jedoch weiter aufbereitet und die noch verbliebenen Ligninreste in einem Bleichprozess entfernt. Das hat zudem den Vorteil, dass der Zellstoff nicht nur entfärbt, sondern auch saugfähiger und weicher wird, denn Lignin ist wasserabweisend.

Heute benutzen die Zellstoffhersteller statt wie früher elementares Chlor elementarchlorfreie Bleiche oder Sauerstoffbleiche sowie als Oxidationsmittel Chlordioxid, Wasserstoffperoxid und Ozon, was unter ökologischen Aspekten besser abschneidet. Abhängig vom Oxidationsmittel unterscheidet man heute zwischen ECF-gebleichten (Elementar-Chlor-Frei), wie z. B. Bleiche mit Hypochlorit oder Chlordioxid, und TCF-gebleichten (Total-Chlor-Frei) Zellstoff, z. B. mit Sauerstoff, Wasserstoffperoxid oder Ozon.

Tissue wird in zwei oder mehreren Lagen verarbeitet. Bei Toilettenpapier wird die Oberfläche mit einer Prägung versehen und bedruckt. Durch die Prägung wird bei mehrlagigen Toilettenpapieren die Haftung der Einzellagen untereinander sowie die Festigkeit des Blattes erreicht, ein Effekt, der sich durch punktuelles Verkleben noch steigern lässt. Eine Kombination aus weichen Zellstofffasern mit besonders dicken und sicheren Lagen aus dichtem Faserverbund kennzeichnet mehrlagige Papiere. Die oft gewünschte Weichheit wird durch die Strukturierung der Oberfläche erzielt.

Durch das gestiegene Umweltbewusstsein seitens der Konsumenten als auch der Hersteller wird bei der Zellstoff- und Tissueproduktion zunehmend auf einen sparsamen Wasserverbrauch sowie umweltverträgliche Verfahren bei der Abwässerbeseitigung geachtet. Selbst die bei der Produktion anfallenden Holzreststoffe und Laugenüberstände werden zur Deckung des Energiebedarfs verwendet.
 

Geschichte

Die Germanen bevorzugten Stroh und Laub. Im Mittelalter wurde unter anderem Moos benutzt, die Reichen gönnten sich eingeweichte Lappen und Schafswolle. Toilettenpapier wurde zuerst im 14. Jahrhundert in China produziert. Das erste Papier, das in einer Fabrik speziell als Toilettenpapier hergestellt wurde, wurde von Joseph Gayetty 1857 in den USA produziert und bestand aus einzelnen Blättern in einer Schachtel und war mit Aloe-Extrakten getränkt.

Die Griechen benutzten statt Toilettenpapier Steine und Tonscherben, die Römer banden einen Schwamm an einen Stock und tränkten diesen in einem Eimer mit Salzwasser.

Im Orient benutzte man Wasser, orientalische Nomadenvölker benutzen heute noch Sand zur Afterreinigung. Bei südamerikanischen Kulturen wurde auch die eingeweichte, papierartige Außenhülle von Maiskolben verwendet.

In Deutschland gründete Hans Klenk 1928 in Ludwigsburg die erste Toilettenpapierfabrik. Damals bestand eine Rolle aus 1.000 Blatt rauen Krepppapiers. 1958 verbreitete sich - aus Amerika kommend - das weichere Tissue-Papier, das auf der Haut viel angenehmer als das Krepppapier ist.

Das perforierte Toilettenpapier auf Rollen, wie wir es heute kennen, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. 1880 entstand die British Perforated Paper Company. 1890 stellte die Scott Paper Company Toilettenpapier auf Rollen her.

In Japan kam es 1973 während der Ölkrise zu der sog. „Toilettenpapier-Panik“. Das Gerücht einer zu erwartenden Verknappung von Toilettenpapier aufgrund einer Beschränkung der Ölimporte führte zu Hamsterkäufen. Damit kam es zu einer Verknappung, die wiederum die Gerüchte zu bestätigen schienen. Einen ähnlichen Fall gab es damals auch auf Hawaii. Bis in die 1980er Jahre zerschnitt man auch Zeitungen in kleine Blätter, lochte einen solchen Stapel an einer Ecke und hängte ihn mit einem Bindfaden an einem Nagel auf. Als Alternative gab es nach oben offene Holzkästchen, die an der Wand angebracht wurden und mit dem passend geschnittenen Zeitungspapier gefüllt wurden.

Müllsäcke und Müllbeutel

Müllsäcke oder Müllbeutel, in der Schweiz Abfallsack oder Kehrichtsack, ist ein Sack zum Transport oder Zwischenlagern von Abfällen, der mit dem Inhalt entsorgt wird. Häufig wird er als Einleger in Abfallbehältern verwendet, damit dieser selbst sauber bleibt.

Die Erfindung von Müllsäcken wird auf die Kanadier Harry Wasylyk, Larry Hansen und Frank Plomp zurückgeführt, die den Müllsack in den 1950er Jahren erfunden haben sollen.In Deutschland hat spätestens seit den 1970er Jahren eine flächendeckende Verbreitung stattgefunden.

Entsprechend den Dimensionen verschiedener Abfallbehälterformen sind auch die Müllsäcke in diversen Abmessungen verbreitet. Dabei spielt die Größe auch bei der begrifflichen Abgrenzung von Müllsäcken und Müllbeuteln eine Rolle. Müllbeutel sind in der Regel Säcke mit einem Füllvolumen von maximal 70 Litern, Müllsäcke sind in der Regel Säcke mit einem Füllvolumen von 70 Litern oder mehr. Zur Herstellung von Müllsäcken können die verschiedensten Materialien verwendet werden. Häufig anzutreffen sind Müllsäcke aus Papier, HDPE, LDPE und biologisch abbaubarer Folie. Je nach Einsatzzweck werden Müllsäcke heute nicht nur als klassische Flachsäcke produziert, sondern auch in anderen Varianten:

  • Als Zugbandsack mit einem umlaufenden, eingeschweißten Kunststoffband am oberen Ende, an dem sich der Sack zusammenziehen lässt.
  • Als Seitenfaltensack, dabei wird in die Seiten des Sackes eine Falte eingelegt, so erhält der Sack, wenn er gefüllt ist, eine leicht rechteckige Form und einen flachen Boden. Dadurch kann der Seitenfaltensack besser als freistehender Abfallsack oder in rechteckigen Mülleimern verwendet werden. Teilweise ist in die Falte noch ein Kunststoffband zum Zuknoten des Sackes eingelegt.
  • Als Tragegriffbeutel, dabei ist der Müllsack am oberen Ende mit Tragegriffen versehen. Mit diesen lässt sich der Sack verschließen und tragen.
  • Als einlaschiger Tragegriffbeutel, der sich zum Befestigen an unterschiedlichen Haltevorsprüngen eignet. Durch die spezielle Ausformung mit nur einem Tragegriff ist der Beutel auch aufgehängt befüllbar.
  • Als Wave-Top-bag, hier ist der Müllsack mit Ausstanzungen am oberen Ende des Sackes versehen, die ein Zusammenknoten und damit Verschließen des Sackes ermöglichen.

Häufig werden auch gebrauchte Einkaufsbeutel aus Kunststoff als Müllbeutel in Haushalten einer letzten Verwendung zugeführt. Diese müssen jedoch zur endgültigen Beseitigung je nach den örtlichen Vorschriften in vollwertige Müllsäcke oder entsprechende feste Behälter (Mülltonnen) eingelegt werden.

 

 


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